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WER WIR SIND

Familie

Sabine Plattner

Sabine Plattner wuchs in Freiburg, im Nachkriegsdeutschland auf, wo sie viele Stunden in den nahe gelegenen Wäldern spielte. Schon als Kind entwickelte sie eine tiefe Liebe zur Natur. Außerdem lehrten sie ihre drei älteren Brüdern früh, dass man sich Gehör verschaffen muss, wenn man gehört werden will. Da es Sabine in den 1960er Jahren nicht erlaubt war, Jura zu studieren, entschied sie sich für ihre zweite Liebe: Bildung. So wurde sie schließlich Lehrerin. Sie war darauf bedacht, dass junge Menschen, vor allem auch die eigenen Töchter, gut gerüstet sind für das Leben in einer Welt, in der die Balance zwischen Mensch und Natur immer mehr aus dem Gleichgewicht gerät. Dass Bildung ein Beitrag selbst zur Rettung der Regenwälder in Afrika ist, davon ist Sabine Plattner fest überzeugt.

2008 gründete Sabine Plattner die Sabine Plattner African Charities, eine Wohltätigkeitsorganisation, die sich für die bessere Bildung afrikanischer Kinder einsetzt. Und sich außerdem für den Schutz der Regenwälder im Kongobecken engagiert. So fördert diese Organisation neben dem Odzala-Kokoua-Park neuerdings auch das Dzanga-Sangha-Reservat in der Zentralafrikanischen Republik. Sabine Plattner hat schnell erkannt, wie wichtig es für die nachhaltige Entwicklung ist, die lokalen Gemeinschaften mit in die Arbeit einzubeziehen. Nur wenn die Menschen vor Ort den Sinn des Umweltschutzes verstehen, sind die finanziellen Mittel gut eingesetzt.

Sabine Plattner gründete die Congo Conservation Company mit dem Ziel, den Ökotourismus anzukurbeln, mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit der Welt auf die Gefährdung wichtiger Ökosysteme zu lenken. In Verbindung mit dem Engagement der Hasso-Plattner-Stiftung in Odzala-Kokoua, die das Gesundheits- und Bildungswesen fördert, leistet Sabine Plattner mit ihrer Stiftung einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung von Lebensräumen beispielsweise der Gorillas, aber auch der Regenwälder Afrikas. Sabine Plattner ist Förderin des WaterBear-Netzwerks, das Medien für den Naturschutz in Afrika zu sensibilisieren versucht. Außerdem hält sie regelmäßig Vorträge darüber, wie wichtig es ist, Kinder frühzeitig für den Naturschutz zu gewinnen und initiierte mit EduConservation ein Bildungsprogramm, das dieses Thema in die Lehrpläne afrikanischer Schulen bringen soll. Zudem ist Sabine Plattner Vorsitzende der “Leadership for Conservation” (LCA), einer Organisation, die in über zwanzig afrikanischen Ländern tätig ist. Die LCA ruft zum Schutz ausgewählter Ökosysteme auf und sensibilisiert junge Afrikaner für die Weltklimakrise.

Für ihr Engagement erhielt Sabine Plattner 2019 sowohl das Bundesverdienstkreuz des Bundespräsidenten als auch die Medal de Chevalleur des Staatspräsidenten der Republik Kongo.

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Dr. Kristina Plattner

Dr. Kristina Plattner ist Direktorin zahlreicher Unternehmen und Einrichtungen der Hasso-Plattner-Foundation. Ein Schwerpunkt ihres Engagements liegt auf den Themen Bildung, Umwelt- und Naturschutz sowie auf Projekten mit einem Bezug zu Afrika, wo sie sich neben Deutschland seit Jahrzehnten zu Hause fühlt.

Ihr Interesse an Naturwissenschaften prägte auch ihre Studienwahl: Im Jahr 2002 erwarb sie an der Universität Kapstadt (PHD) mit Auszeichnung ihren Bachelor of Science in Zoology and Biochemistry sowie ihren Bachelor of Science in Medicine. An der gleichen Lehranstalt promovierte sie im Jahr 2011 im Fachbereich „Exercise Physiology, Human Biology and Neuroscience“. Im Rahmen ihres akademischen Wirkens veröffentlichte sie verschiedene Beiträge zu den Themen Sportmedizin und Neurologie in wissenschaftlichen Fachzeitschriften und Portalen – etwa im Journal of Electromyography and Kinesiology (2011), im Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports (2012) sowie in Science Direct (2014).

Kristina Plattner lebt seit 1998 in Südafrika und durch ihre tiefe Verbundenheit zu dem afrikanischen Kontinent interessierte sie sich von Beginn an stark für die dortigen Projekte der Hasso-Plattner-Foundation – bei vielen war sie bereits in der Gründungsphase Anfang der 2000er-Jahre mit einbezogen. Dabei richtet sich ihr Interesse besonders auf die Verbindung der Themen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Eines der von ihr unterstützten Projekten ist die im März 2017 eröffnete d-school in Kapstadt, der ersten HPI School of Design Thinking auf dem afrikanischen Kontinent, die eng verbunden ist mit den Schwesterschulen in Stanford und Potsdam. Für die d-school wurde zusammen mit verschiedenen Partnern eine Design-Thinking-Ausbildung erarbeitet, die vorrangig auf die Förderung von Innovationen auf dem afrikanischen Kontinent abzielt. Studenten, Absolventen und Fachleute arbeiten daran, neue Lösungsansätze für komplexe Probleme zu entwickeln – etwa zur Unterstützung der medizinischen Situation oder zur Integration. Dr. Kristina Plattner ist vor allem im strategischen Bereich der d-School involviert. Sie begeistert der pragmatische, nutzerorientierte Ansatz, den diese verfolgt: Im Fokus der Produktentwicklung steht weniger das außergewöhnliche Design, als vielmehr das genaue Verständnis dessen, was der Kunde wirklich will und braucht.

Die Leidenschaft für Afrika und das Streben, die afrikanische Natur und Kultur für nachfolgende Generationen zu bewahren, teilt sie mit ihrer Mutter, Sabine Plattner. Auch Kristina Plattner ist bemüht, der einheimischen Bevölkerung ein Bewusstsein dafür zu vermitteln, dass es für ihre Zukunft besser ist, den Regenwald zu schützen als ihn abzuholzen. Um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schärfen, engagiert sie sich in deren umfänglichen Umweltschutz- und Bildungsprojekten im Rahmen von SPAC (Sabine Plattner African Charities). Im Odzala-Kokoua-Nationalpark wird ein Projekt vorbereitet, dass Besuchern die Gelegenheit bieten soll, das Naturschutzgebiet zusammen mit Gorillas und Schimpansen zu erleben.

Ein weiterer Fokus der Arbeit von Kristina Plattner ist die Initiative Data4Life. Data4Life erarbeitet digitale Lösungen zur Verbesserung der globalen Gesundheit.

Das Motto von Kristina Plattner für all ihre Aktivitäten lautet: „Wenn Du viele Menschen von einer guten Idee überzeugen willst, fang damit an, zuerst einen Einzelnen dafür zu gewinnen”.

Stefanie Plattner

Stefanie Plattner ist ausgebildete Schauspielerin und arbeitete mehrere Jahre an Theatern und beim Film. Inzwischen ist sie Filmregisseurin und Produzentin und führt die Geschäfte der Storming Donkey Productions, einer Firma, die sie 2012 selbst gegründet hat. Die Storming Donkey Productions entwickelte den Spielfilm „Hördur“, der unter der Regie von Ekrem Ergün, 2015 bei der Berlinale als Bester Kinderfilm und 2016 mit dem Deutschen Kritischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Andere Spiel- und Dokumentarfilme der Storming Donkey Productions wurden auf internationalen Festivals wie der Berlinale, dem Chicago International Children’s Film Festival und dem SXSW Film Festival in Austin gezeigt.

Daneben ist Stefanie Plattner die treibende Kraft hinter der gemeinnützigen Organisation Tales Of Us, einer Multimedia-Serie, die versucht, ein Umweltbewusstsein auf ganz neue, nicht belehrende, sondern erzählerische Art zu vermitteln. Der erste Teil dieser Serie, das Buch „Congo Tales“ (Randnom House/ Prestel, 15. November 2018) schaffte es auf die Titelseiten bedeutender Zeitungen wie der New York Times. Der zweite Beitrag, der Kurzfilm „Der kleine Fisch und das Krokodil“ wurde auf verschiedenen Filmfestivals gezeigt und erhielt 2018 sogar eine Oscar-Nominierung. Dass Stefanie Plattner inzwischen auch Mitglied im Kuratorium der Filmhochschule Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg ist, versteht sich beinahe von selbst. In dieser Funktion organisierte sie 2019 einen Meisterkurs mit dem Hollywood-Regisseur Stephen Frears und der Filmlegende Walther Murch.

Neben ihrer Filmarbeit ist Stefanie Plattner in die Konzeption für das neue Museum Minsk eingebunden, das gerade in Potsdam entsteht und die DDR-Kunst im Zusammenhang der zeitgenössischen Kunst zeigen soll. Und Stefanie Plattner ist auch Ko-Vorsitzende des Beirats vom WPI, jener gemeinnützigen Organisation der Hasso-Plattner-Foundation, die sich der Digitalisierung von Werkverzeichnissen und der Modernisierung der Archivforschung im Kunstbereich widmet.

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